maandag 30 april 2012

Laatste zinnen van de preek van de paus op zijn verjaardag

Als ich getauft wurde, war Karsamstag [...]. Und damals wurde noch die Osternacht am Vormittag antizipiert, der noch einmal das Dunkle des Karsamstags folgte ohne Halleluja. Mir kommt vor, daß dieses seltsame Paradox, diese seltsame Antizipation der Helligkeit an einem dunklen Tag, etwas wie ein Bild der Geschichte unserer Zeit zu sein vermag. Da ist einerseits noch das Schweigen Gottes und seine Abwesenheit. Aber die Antizipation des „Ja" Gottes ist schon da in Christi Auferstehung, und von dieser Antizipation her leben wir und hören durch das Schweigen Gottes hindurch seine Reden und sehen durch das Dunkle seiner Abwesenheit hindurch sein Licht. Die Antizipation der Auferstehung inmitten einer weitergehenden Geschichte ist die Kraft, die uns den Weg weist und die uns weitergehen hilft.
Dem lieben Gott danken wir, daß er uns dieses Licht geschenkt hat, und bitten ihn, daß es immer bleibe möge. Und ich habe an diesem Tag Grund zu danken: ihm selbst und allen, die mich immer wieder diese Gegenwart des Herrn fühlen ließen, die mich begleitet haben, damit ich das Licht nicht verloren habe.
Ich stehe vor der letzten Wegstrecke meines Lebens und weiß nicht, was mir verhängt sein wird. Aber ich weiß, daß das Licht Gottes da ist, daß er auferstanden ist, daß sein Licht stärker ist als alles Dunkel; daß Gottes Güte stärker ist als alles Böse dieser Welt. Und das läßt mich in Gewißheit weitergehen. Das läßt uns weitergehen, und allen, die dieses „Ja" Gottes immer wieder durch ihren Glauben auch mir gewiß machen, danke ich von ganzem Herzen in dieser Stunde.
Zum Schluß sage ich Ihnen – Herr Kardinaldekan – herzlichen Dank für Ihre Worte brüderlicher Verbundenheit, für die Zusammenarbeit in all diesen Jahren. Und ein großes Dankeschön gilt allen Mitarbeitern, die mir in diesen 30 Jahren, die ich jetzt in Rom bin, geholfen haben, die Last meiner Verantwortung zu tragen. Danke. Amen.
(16 april 2012)

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